Azubi-Recruiting
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Sind Ihre neuen Wunsch-Azubis noch alle „an Bord“?!
Für viele Schul- und Studienabgänger*innen beginnt ab Sommer eine neue Lebensphase. Während die einen vielleicht schon ihre Wunschausbildung in der Tasche haben, sind andere noch unsicher oder haben mehreren Arbeitgebern parallel zugesagt und können sich nicht entscheiden. Außerdem möchten Schülerinnen und Schüler immer häufiger nach dem Abschluss erst einmal ein Jahr reisen, frei sein oder jobben und Geld verdienen, bevor sie wieder im Rahmen einer Ausbildung oder eines dualen Studiums die Schulbank drücken müssen.
Zunehmend fürchten Arbeitgeber und Ausbildungsleitungen den Ausbildungsstart am 1. August oder 1. September, denn: Keiner weiß mit Sicherheit, welche neuen Auszubildenden wirklich kommen und ihre Ausbildung starten. Azubi-Recruiting ist aufwendig und zieht sich über eine lange Zeit mit diversen Werbeaktionen wie Messen, Praktika, Schnuppertage, Girls' Days and Boys' Days und vielen Vorstellungsgesprächen. Und der Frust ist dann umso größer, wenn trotz Zusage und Ausbildungsvertrag nur ein Teil der eingestellten Azubis tatsächlich erscheint. Und auch dann ist noch längst nicht sicher, ob die Ausbildung wirklich abgeschlossen wird, denn die Frühfluktuationsquote und die Anzahl der Ausbildungsabbrüche steigt kontinuierlich seit mehreren Jahren.
Hier ein aktueller Überblick zu den wichtigsten Quellen und Statistiken zu unbesetzten Ausbildungsstellen und Ausbildungsabbrüchen:
Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig und zeigen, wie stark sich der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Umbruch befindet. In der Generation Z gibt es sehr viele Unsicherheiten, welche Art der Ausbildung (Lehre oder Studium) und welche Branchen überhaupt noch „zukunftsfähig“ sind oder vielleicht in den nächsten Jahren durch Künstliche Intelligenz (KI) wegfallen oder stark verändert werden. Das zeigt auch die kürzlich erschienene SWR-Reportage (vgl. SWR Aktuell / Reportage vom 29.04.2026: „KI übernimmt: Sind Gen Z und Millennials auf die falschen Jobs vorbereitet?“ (Link: https://www.swr.de/swraktuell/ki-gen-z-millenials-jobs-studium-ausbildung-100.html).
Zwar punkten öffentliche Arbeitgeber speziell im Ausbildungsbereich durch Themen wie Sicherheit, Übernahmegarantien und attraktive Ausbildungsvergütungen (vgl. hierzu Das neue „Azubi-Paket“ der Länder - PIW Training & Beratung GmbH - Seminare, Workshops, Beratung, Coaching ). Trotzdem springen Ausbildungsinteressierte wieder ab, orientieren sich plötzlich um oder melden sich nicht mehr (das sogenannte „Ghosting“).
Besonders viele Absprünge passieren in der Zeit zwischen Vertragsunterzeichnung und Ausbildungsstart – der sogenannten Preboarding-Phase.

Dieser Zeitraum ist bei Ausbildungsstellen oft sehr lang – je nachdem, wie früh ein Arbeitgeber mit der Suche und Ausschreibung von Ausbildungsstellen beginnt. Und darin liegt auch die Hauptursache, warum sich so viele Ausbildungssuchende wieder umorientieren, denn die Konkurrenzangebote auf dem Ausbildungsmarkt sind vielseitig und leicht über Social Media verfügbar. Meist hat der Arbeitgeber es dann nicht geschafft, mit den Wunsch-Azubis aktiv im Kontakt zu bleiben und dadurch eine erste positive Bindung aufzubauen.
Deshalb gilt genau jetzt in den Monaten zwischen Mai und August / September:
Warten Sie nicht ab, sondern starten und gestalten Sie möglichst schnell ein aktives Preboarding für Ihre neu rekrutierten Auszubildenden, damit diese am 1. August oder 1. September auch erscheinen!
Und wenn Sie dafür noch Ideen, Strategien und Tools brauchen, dann freue ich mich auf Sie in meinem knackigen Online-Kurz-Seminar
„Professionelles Pre- und Onboarding von Auszubildenden“ am 24. Juni 2026.
(Artikel erstellt am 07.05.2026)
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Geschäftsführerin PIW
Beratungs- und Trainingsschwerpunkte
- Recruiting & rechtssichere Personalauswahl im öD
- Konzeption und Durchführung von Assessment Centern & Potenzialanalysen
- Führungskräfteentwicklung und -training
- Organisationsberatung und Prozessbegleitung von OE-/ Change-Prozessen
- Einzel- und Teamcoaching
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Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Artikel gelegentlich nur die männliche oder weibliche Form verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter (m/w/d).

